Journée Professionnelle 2026 – ein voller Erfolg Architektur, Fassaden und 130 Fachleute in Crissier

02.11.2026

Ein gut gefüllter Saal, spannende Architekturprojekte und zahlreiche persönliche Begegnungen: Die Journée Professionnelle der Schweizerischen Zentrale Fenster und Fassaden SZFF/CSFF am 15. Oktober 2026 war ein voller Erfolg. Rund 130 Fachleute aus den Bereichen Architektur, Planung und Fassadenbau fanden den Weg ins Millennium nach Crissier. Damit bestätigte die Veranstaltung einmal mehr ihren festen Platz im Kalender der Schweizer Fassadenbranche.

Die von der SZFF/CSFF und ihrer Groupe Romandie organisierte Fachtagung überzeugte mit einem abwechslungsreichen Programm. Besonders erfreulich war die Teilnahme zahlreicher Gäste aus der Deutschschweiz. Die Journée Professionnelle ist längst nicht mehr nur ein Treffpunkt der Romandie, sondern bietet eine wertvolle Plattform für den fachlichen Austausch über die Sprachgrenzen hinweg.

Architektur aus unterschiedlichen Blickwinkeln

Nach der Begrüssung durch Luigi Gino Angelini, Vertreter der Romandie im Vorstand der SZFF/CSFF, stellte Geschäftsführer Fabio Rea den PRIXFORIX 2027 vor. Der renommierte Schweizer Fassadenpreis wird alle drei Jahre verliehen und zeichnet herausragende Leistungen in der Fassadenarchitektur aus. Die nächste Award Night findet am 17. September 2027 in The Hall in Dübendorf statt.

Den Auftakt der Fachreferate machte Patricia Capua Mann von capua mann architectes aus Lausanne. In ihrem Vortrag «Façades, quelle épaisseur?» rückte sie die architektonische Bedeutung der Fassadentiefe ins Zentrum und eröffnete damit eine spannende gestalterische Perspektive auf die Gebäudehülle.

Emeline Debackere-Gutierrez und François de Marignac von FdMP architectes aus Genf stellten anschliessend zwei anspruchsvolle Projekte vor: die Manufacture d’Horlogerie Audemars Piguet und die Renovierung eines Gebäudes an der Rue du Rhône für Swiss Life. Zwei unterschiedliche Bauaufgaben, die Einblicke in die Vielseitigkeit zeitgenössischer Architektur boten.

Bestehende Bauten, neue Möglichkeiten

Nach der Pause widmete sich Michel Vonlanthen vom Architekturbüro Brauen & Wälchli aus Lausanne der Umnutzung eines Bürogebäudes zu Wohnraum in Genf. Ein hochaktuelles Thema, denn die Transformation bestehender Bauten gewinnt angesichts veränderter Nutzungsanforderungen und eines bewussteren Umgangs mit Ressourcen zunehmend an Bedeutung.

Den Schlusspunkt setzte Christophe Bondon von CCHE Lausanne mit einem Einblick in die Metamorphose des 2m2c, des bekannten Kongress- und Veranstaltungszentrums in Montreux. Die Umgestaltung eines solchen Wahrzeichens zeigt, wie anspruchsvoll es sein kann, bestehende Architektur für neue Anforderungen weiterzuentwickeln.

Fachlicher Austausch und persönliche Begegnungen

So unterschiedlich die vorgestellten Projekte auch waren, eines wurde deutlich: Die Fassade ist weit mehr als die äussere Hülle eines Gebäudes. Sie verbindet Architektur und Technik und spielt sowohl bei Neubauten als auch bei der Weiterentwicklung bestehender Bausubstanz eine zentrale Rolle.

Neben dem fachlichen Programm kam auch der persönliche Austausch nicht zu kurz. Bereits während der Pausen ergaben sich angeregte Gespräche. Beim abschliessenden Cocktail dînatoire wurde das Networking in entspannter Atmosphäre fortgesetzt. Gerade diese Mischung aus hochwertigen Referaten und persönlichen Begegnungen ist es, die der Journée Professionnelle ihren besonderen Charakter verleiht.

Die SZFF/CSFF darf mit rund 130 Teilnehmenden auf eine rundum gelungene Veranstaltung zurückblicken. Ein herzlicher Dank gilt den Referentinnen und Referenten, den Sponsoren sowie allen Gästen. Besonders hervorzuheben ist das grosse Engagement der Groupe Romandie, die mit viel Herzblut und persönlichem Einsatz wesentlich zum Erfolg der Tagung beigetragen hat.

Die Journée Professionnelle 2026 hat eindrucksvoll demonstriert, wie essenziell solche Begegnungsplattformen für den Zusammenhalt und die Weiterentwicklung der Schweizer Fassadenbranche sind.